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mit freundlicher Genehmigung der PK - Pfälzer Kletterer e.V.

Mit zunehmender Beliebtheit des Klettersports und dem damit verbundenen immer größer werdenden Andrang an den Felsen ist es nötig, bestimmte Verhaltensregeln abzustimmen. Denn die Freiheit und Kreativität des Kletterns sollen unter Schonung der Natur weitgehend erhalten bleiben.


1. Verhalten am Fels

No footsteps!

Die Felsen der Südpfalz sind Lebensraum für seltene Pflanzen, die nicht beschädigt oder entfernt werden dürfen. Bei Sperrungen aus Gründen des Artenschutzes sind die Sperrschilder des AK K&N verbindlich. Darüber hinaus werden die Sperrinfos in den Schaukästen der PK und unter www.pfaelzer-kletterer.de veröffentlicht.

Jeder Kletterer sollte sich so verhalten, dass am Fels so wenig Spuren als möglich zurückbleiben. Auf den Gebrauch von Magnesia soll verzichtet werden. Routenblockaden durch endloses Topropen sind zu vermeiden. Um Fels- und Baumschäden zu minimieren, bitte immer lange Schlingen zur Umlenkung benutzen. Die von der Vereinigung der Pfälzer Kletterer angelegten Gipfelbücher sind langjähriger, wesentlicher Teil der südpfälzischen Kletterkultur. Für Schmierereien und sonstigen Missbrauch sind sie zu schade !


2. Verhalten im Umfeld der Felsen

Das Befahren von Forst- und Waldwegen mit Kraftfahrzeugen ist gesetzlich verboten und hat erhebliche Geldbußen zur Folge. Bitte nur auf den ausgewiesenen Parkplätze parken. Zu den Felsen sind nur die üblichen Zu- und Abstiege zu benutzen und übermäßiger Lärm sollte vermieden werden. Felssperrungen sind unbedingt zu akzeptieren. Abfälle haben selbstverständlich in der Natur nichts zu suchen.


3. Verändern von bestehenden Routen

Der ursprüngliche Charakter der anspruchsvollen Kletterei in der Südpfalz soll in jedem Fall erhalten bleiben. Für klassische Wege und für Wege, bei denen die Erstbegeher nicht mehr erreichbar sind, übernimmt die Fachgruppe Sanierung & Sicherheit die Koordinierung nachträglicher Sicherungsmöglichkeiten. Zusätzliche Ringe (nH = nachträglich geschlagener Haken oder Ring ) dürfen daher nur nach Absprache mit dieser Fachgruppe bzw. dem Erstbegeher gesetzt werden.


4. Neuerschließung / Erstbegehungen

Die Anzahl der Kletterwege hat einen Stand erreicht, bei dem natürlich kletterbare Linien als Routenvorgabe nur noch in begrenzter Anzahl zu finden sind. Auch um Konflikten mit den Naturschutzverbänden und Behörden vorzubeugen, sollten Erstbegehungen mit größtmöglicher Rücksicht auf die Natur erfolgen.
Die vorhandene Vegetation ist zu belassen. Dies bezieht sich sowohl auf den Routenverlauf als auch auf den Felsfuß.
Der Erschließung von unten, die einen hohen Aufwand an Kreativität und Moral abfordert, ist gegenüber der Erschließung von oben Vorzug zu geben. Nach Möglichkeit sind mobile Sicherungsmittel (Keile,
Friends usw. ) einem betonierten Ring vorzuziehen.

Der Erstbegeher / Erschließer entscheidet unter Beachtung der Richtlinien in eigener Verantwortung über die Ausstattung der von ihm eröffneten Route mit Sicherungsmitteln.
Es werden nur noch die offiziellen Ringe des AK Sanierung & Sicherheit akzeptiert. Diese müssen fachgerecht gesetzt sein.
Zu geringe Ringabstände werden nicht toleriert. Eine zunehmende Routendichte darf nicht dazu führen, dass neu gesetzte Ringe von einer bestehenden Route aus greifbar sind. Ein Mindestabstand muss immer gewahrt bleiben.
Eine Erstbegehung ist abzuschließen, ehe ein neues Projekt begonnen wird. Als Zeichen für eine projektierte Route gilt eine Schlinge im ersten Ring.


5. Manipulierte Routen

Die künstliche Schaffung und Erhaltung von Griffen und Tritten wird grundsätzlich abgelehnt, da die Natursportart Klettern ausschließlich von natürlich vorgegebenen Felsstrukturen lebt. Dies gilt auch für das übermäßige "Abräumen" von brüchigem Gestein sowie das Verändern von Felspartien. Solche massiven Eingriffe an den als Naturdenkmäler ausgewiesenen Felsen sind aufgrund der bestehenden Rechtsverordnung verboten.

Sollte trotzdem bei Neutouren gegen diese Richtlinien verstoßen werden, wird diese Tour von der Fachgruppe Sanierung & Sicherheit (SanSi) abgebaut! Diese Entscheidung wird von allen im Arbeitskreis vertretenen Verbänden und von den Landespflegebehörden mitgetragen!

Nur durch Rücksichtnahme und Verantwortungsbewusstsein, sowohl untereinander als auch gegenüber der Natur, ist es möglich, dass das einvernehmliche Nebeneinander von Klettern und Naturschutz im Wasgau- Felsenland auch für die Zukunft bewahrt bleibt. Jeder Kletterer kann durch vorbildliches Handeln seinen positiven Beitrag leisten.

© 2005 Pfälzer Kletterer e.V.