| Erstebegehung: |
Berge: Maceri/ Galvagni 2006
Ultima: Galvagni/Filippi 2008 |
| Art: |
Mittelmäßige neue Genusstour mit
nur 2 guten Seillängen, die letzte Pfeilerlänge
und die 6+ vor dem Schlund sind richtig gut, der Rest gestufter
Fels mit wenig eindrucksvollen Passagen. Die heikle sandige
Verschneidung (6+) braucht einen sicheren Vorsteiger, der
Risse klettern und mit Keilen umgehen kann. Die Ultima ist
eine reine Sportklettertour auf Topfels. Clippen und fröhlich
sein. |
| Seillängen: |
Berge in Flammen: 6 SL (6, 6, 6+, 6+, 5, 6)
Ultima Tule: 8 SL (7-,7+, 7+,7+, 7,7-, 7-, 4+) |
| Zeit: |
In 10 min zum Einstieg, beide sind mit Schildern
markiert, zuerst kommt Ultima, 50m weiter oberhalb startet
Berge. Jeweils etwa 2.5 - 3h Klettern, 45 min runter über
Kriegssteig. |
| Material: |
10 Exxen, CAMs, Rocks (auch der 12er ist nützlich
für den Einstieg in die sandige Verschneidung) Schlingen
– für Ultima Tule nur 12 Exxen |
| Topo: |
Topoguide Alpen Band II, Roth – für
Berge und Ultima
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| Info: |
Unsere Woche ist nicht gerade gesegnet mit
einem Dauerhoch, es schifft jede Nacht bis morgens um 5,manchmal
bis 9 Uhr. Daher fallen längere Touren aus und die Nordwände
kann man aufgrund des Nordföhns mit Nordströmung
mit 3-4°C komplett vergessen. Die Ostwand des Sass di
Stria bietet neue Touren, teils mit BH gesichert, teils mit
NH. Auch die Ultima Tule 7+ (nur BH) kletterten Fred und ich
als Abendbeschäftigung (Bilder von Klaus in der Gallery
Rest and bad wheather days) . Berge im Flammen ist etwas alpiner
von der Absicherung. Ostwand verspricht jedenfalls schnelle
Trocknung morgens. Teilweise muss man aber zwischen den Haken
12-15m klettern und in der sandigen Verschneidung kommt überm
Stand erstmal 20m nur steiler Schotter, dann in der Verschneidung
5m nix,Riss ist breit und nur am Rissanfang lässt sich
ein CAM 2 und ein ROCK 12 versenken. Das ist in der Tat heikel.
Was Roth meint mit CAM 4 zwischen den Haken und dort heikel,
weiss ich nicht. CAM 4 passt am Rissstart alternativ für
CAM2 und Rock, aber den braucht es zwischen den BH nicht mehr.
Ist der erste Bolt in der Verschneidung eingehängt, ists
gelaufen. Danach stimmt das Topo von Roth nicht. Nach der
ersten kurzen Pfeilerverschneidung gehts NICHT links in den
Schlund, sondern es folgt erstmal eine 10m lange, wenig überhängende
Schuppe (nochmal 6+, 2BH) zu Absatz (1BH). Dort unbedingt
Stand machen (BH + CAM). Das Seil lässt sich im Schlund
von ganz unten kommend sicher nicht mehr ziehen. Ab Stand
20m in den Schlund, den durchqueren (1 SU) und am Ende des
Schlunds , CAM 3 links, jetzt NICHT wie ich,mit Spreizschritt
über die Schlucht. Bin ab dort die brüchige Rinne
rechts aufgestiegen (Vorsicht der 2-Tonnen-Riesenblock im
Dreck kommt bei Belastung) und rechts in die Wand gewechselt,
20m überm CAM 3 bereits. Von dort leider Rien ne va plus.
In der linken Verschneidung lässt sich aufgrund der Rissbreite
kein Stand bauen, rechts zu einem BH queren des Pfeilerausstiegs
dürfte noch heikler sein, als zum Stand abzuklettern.
Zudem hab ich den BH des steilen Pfeilers nicht sehen können
von der Seite. Ich bin dann wieder direkt geradeaus runter
über senkrechten Fels zum Stand abgeklettert (da war
in den letzten Jahren meine heikelste Aktion in den Alpen
überhaupt). Zurück über die Zustiegsrinne ging
auf jeden Fall nicht mehr.
Daher richtig: Am CAM 3 am Ende des Schlunds, Aufstieg IM
KAMIN zb im Kamin oder auf der Kante des Kamins auf den Absatz
am Ende des Kamins. Stand an 1 BH + 1NH. Jetzt in steiler
Pfeiler-Kletterei 55m (3BH, 1H) 12-15m Abstände zum Ausstieg,
kaum Sicherungsmöglichkeiten mit CAM´s (Kaum Risse)
über 2 kleine Schluchten aufsteigend in Wiesen-Schotter
rein bis zu Block. Dort 2 BH, Augen auf !!! die sieht man
schlecht.
10m aufsteigen (2er Gelände) und rechts über Schotter
und Wiesen zum Kriegssteig. |
| Fazit: |
Unterhaltsame Kletterei, unten mäßig
und grasdurchsetzt und über Absätze in gesuchte
Felswandl rein (nebenan würde ein 3er verlaufen über
Schotterrinnen, wäre aber noch unlohnender). Bietet
nur paar interessante Kletterstellen, vor allem der Ausstiegspfeiler
lohnt den Ausflug. Die Länge ist Top. Je nachdem wie
weit links oder rechts man auf dem Pfeiler klettert, variiert
die Schwierigkeit bei dieser Länge zwischen 5+ und
6. Tip: Besser gleich die deutlich bessere Ultima Tule klettern.
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| Ultima Tule: |
Schöne, für den Sass di Stria überragend
feste und kompakte Wandkletterei und einige tollen Seillängen.
Dazu noch bestens abgesichert. Stände an 2 BH oder Ketten.
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| Fazit: |
Super Sportklettertour – raufsteigen
und geniessen – Routenerklärung erspar ich mir.
Das Topo zeigt alles, Orientierung aufgrund der vielen Haken
auch kein Problem.
Es gibt dazu nur 2 Fotos, da Klaus von unten fotografiert
hat, wir keinen Rucksack oder Kamera dabei hatten. Pics sind
in der Gallery Rest and bad wheather days.
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