| Erstbegehung: |
M.Bernardi 2010 |
| Art: |
Alpin – noch nicht abgeklettert aber mit BH gesichert, da in dem Schotter ohnehin kein Keil liegt oder halten würde |
| Seillängen: |
6 Seillängen |
| Zeit: |
Vom Sellapass mit der Seilbahn (2 Mann-Stehgondel) zur Toni-Demetz Hütte und von dort in 45 Sekunden zum Einstieg :-) 2:30 für die Wand inklusive Abseilen vom ersten Gratturm Cobra und 40min abseilen von der Guglia Cristina. In 30 Minuten zu Fuss zum Sellapass. Quasi schräg gegenüber der Daumenkante befinden sich die Türme Cobra und Guglia Cristina. |
| Schwierigkeit: |
6- in einer Seillänge, Rest 5 und 4+.
Seillängen:
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4+ (30 m) definitiv die lohnendste Länge der Tou,r von der Gesteinsqualität betrachtet
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4+ (30 m) BH + CAM 1 an der Rampe
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4 (20 m) Quergang auf Absatz
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5 (30 m) BH-Verschwendung auf der Rippe zum Turm hin. Der Quergang um die Kante bietet übelsten Schotter zu Fixschlinge, dort über brüchige Köpfel zu mini Abschlussüberhang (brüchig) auf den Gipfel der Cobra (brüchig und 5, mit 4 wohl bisschen untertrieben)
Von dort originell in die Schlucht über den betonierten Ring am Gippel 25 m abseilen und an Drahtseil Stand machen. Gemütlich ist das insbesondere dann, wenn man die Cobra-Wand in der Schlucht mit dem Rücken als Kamin stemmt.
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4+ (30 m) – gerade hoch zu Bolt (bisschen brüchig) und über weitere wacklige Griffe und Tritte in Gufel zu Stand zu weiterem betonierten Ring.
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6- (30 m) von der Linie her die lohnendste Länge, erst links, dann gerade über Wand zur finalen Turmkante. Dort unter dem Bolt am besten an Köpfel Schlinge direkt unter der senkrechten Wand, denn den Bolt klippt man obligatorisch angeblockt an brüchigem Seitgriff – hier E2 (nach Pfalz-E-Bewertung). Dann erst gerade (6-, mit 5 im Topo untertrieben oder aufgrund des Schotters fehlt das Henkelmaterial mittlerweile), rechts um die Kante zu Bolt und zum Gipfelring (super ausgesetzt).
Abseilen:
Vom Gipfelring gerade runter mit einem Seil (60 m Kabel- 50 wird knapp), 25 m zu Ring unter Dach (kein Ring der Tour, man sieht ihn aber vom Gufelstand (vorletzter) 5 m links vom Stand um die Ecke). Vorsicht beim Abziehen (leichter Verhänger an Kopf unterwegs denkbar). Von dort 25 m runter zum Drahtseil. Am Drahtseil mit Blick zur Wand nach links queren zum Ende (Fix-Karabiner). Von dort mit Blick zur Wand linkshaltend 25 m abseilen zu Ring auf Absatz oberhalb des Kamins (nicht gerade runter). Von Ring auf Absatz 1x freihängend 20 m abseilen zu Ring und von dort nochmal 25 m freihängend in den Schotter seilen. Immer aufpassen beim Seil abziehen (Verhänger an Blöcken und lose Blöcke beim Abziehen).
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| Material: |
Standplätze top. Solideste Ringhaken, als auch alle Zwischenhaken gebohrt in ausreichender Zahl vorhanden. 1x CAM 1 und Bandschlingen 2-3 Stk. |
| Topo: |
Gröden Band II – Bernardi 2011 |
| Info: |
Die Kaltfront war noch nicht durch, und die nächste stand schon wieder in den Startlöchern. Innsbruck wieder...
Nee, ich würde von 6-12 Stunden Touren abraten, außer ihr wollt duschen...naja ok, ich bin da eher gern immer auf der sicheren Seite. An dem Tag hatten sie sich getäuscht, wir wieder Kurzziel im Auge, das Wetter hielt aber bis abends 20:00 Uhr.
However, der neue Guide von Bernardi (2011) zeigt ziemlich am Ende so nette Nadeln an einem Grat, mit sehr kurzem Run zur Wand hin und wieder weg. Zudem soll die Felsqualität „ausgezeichnet“ sein. Naja, bisher konnte ich jedem Topo von Bernardi zu 100% vertrauen, zumindest von seinen Zeichnungen der Seillängen. Wir also top motiviert auf zur Wand. Die ältere Bedienung, womöglich Hüttenwirtin, nochmal kurz gecheckt, ob die Tour was taugt. O-Ton: „Jaja, is super“.
Länge 1 stimmt, für den Grad absolut gutes Material bis zum Stand. Ich mach's kurz, ab Seillänge 2 prüft man besser Tritt als auch den nächsten Griff auf Festigkeit, denn alles scheint bisschen fragil, auch wenn Maria im schnelleren ungeprüften Nachstieg mit keinem der Griffe aus der Wand gekracht ist. Sie wiegt ja aber auch nur knapp 50kg im Vergleich zu mir fettem Sch...
Originell ist die Tour auf jeden Fall, mit der Abseilerei nach Turm 1 zu dem Drahtseil wie an einem Klettersteig – das Ambiente in der engen Schlucht auch einmalig. Die Tour ist nach oben hin schön ausgesetzt und auch der dünne Gipfelturm ist beeindruckend, ohne Frage. |
| Fazit: |
Als mich dann die Tochter des Hüttenwirts nach der Tour fragte: „...Ah, ward ihr das an der Guglia?" mit einem feschem Grinsen und wahrscheinlich voller Erwartung hoffte, ich würde gleich mit dem Schwärmen gar nicht mehr aufhören, kam nur: "Naja, so ein krasser Schotterhaufen - wenn da noch mindestens 100 gegen x Seilschaften durch sind, wird's schon werden." Wer also Traumfels erwartet wie bei Touren, die ich sonst so beschrieben oder geklettert habe — ich mag auch Dolomiten-Klassiker sehr — wird bitter enttäuscht sein. Wer da, Bernardi ausgenommen, denn der will ja Wiederholer für seine Tour (zum Abklettern und Aufräumen ;-), behauptet, diese Tour wär top von der Gesteinsqualität, hat noch nicht so viel geklettert in den Dolos. Bei aller Lobhuddelei im Topo — die Tour mit zunehmenden Begehungen sicher besser und ausgeräumter, aber ein Klassiker wird sie wohl kaum werden, trotz Hüttennähe. Jedoch verspricht dieses Unternehmen absoluten Genuss vom Grad her und das meine ich Ernst. Ein originelles Bergerlebniss in alpinem Ambiente am Langkofelsporn. |