| Erstbegehung: |
Roly Galvagni & Diego Filippi 2008 |
| Art: |
Spitzenmässige Sportklettertour bei Top Absicherung – Genial zum Einlaufen in den Dolomiten. Kurzer Zustieg, top gesichert, leichter kurzer Abstieg. |
| Seillängen: |
8 |
| Zeit: |
Vom Valparolapass kommend Richtung Falzaregopass etwa 1 km vorm Pass hinter großem Block am Straßenrand parken und in 10 Minuten zur Wand. Einsteig markiert. In 4 Stunden (Dreierseilschaft) durch die Wand. In weiteren 20 min zum Gipfelkreuz und in 40 Minuten zurück zum Parkplatz über gemütlichen Kriegssteig. Geht auch ohne Umweg übers Gipfelkreuz, dann in 25 min zum Parkplatz direkt absteigen. |
| Schwierigkeit: |
7+/8- in einer Seillänge, meist 7. Grad
Seillängen:
- 7 (30 m) – schöne Wandkletterei an Leisten
- 7+ (20 m) – Einzelstelle, danach überhängend mit delikatem Aufrichter auf Grasband
- 7+ (30 m) – tolle Verschneidung mit Einzelstelle überm Stand
- 7 (25 m) – Leistenplatte, danach Riss-Einzelstelle (an der Riss-Stelle kann man, wenn man will zum sicheren Clippen des weit gesetzten Bolts einen CAM 2 reindrücken)
- 7+/8- (30 m) – erst leichte aber Dolotypische Verschneidung auf gelbem Keks – danach Traumwändchen auf grauem Topkalk
- 7- (30 m) – Piaz und super Plattenquerung auf steiler Platte
- 7- (35 m) – fotogener Pfeiler an Henkel, danach Schrofen raus
- 4+ (40 m) – Schrofen mit 10m Wandstufe guter Quali in den Schotter raus
Danach 30 m aufsteigen über Geröllhalde und rechts über die Wiese zum Kriegssteig. |
| Material: |
Standplätze als auch alle Zwischenhaken in ausreichender Zahl vorhanden – Dolomiten-Plaisir – Keile sind leider gar keine notwendig, obwohl ich in Alpentouren IMMER einen Satz am Gurt baumeln habe, ungünstigerweise. Zusatzgewicht zum trainieren, aber auf der anderen Seite auch beruhigend, falls irgendein Troll Haken entfernt haben sollte. |
| Topo: |

Ein weiteres sehr gutes Topo gibt's im Topoguide Alpen Band II (Roth/Luzar) |
| Info: |
Einsteigen und genießen – schöne abwechslungsreiche Kletterei bei perfekter Absicherung. Wer Ultima nicht on sight klettert, ist selber schuld. Da hat's Henkel - des is ja unverschämt. Witzig war's an Stand 4. Gerade als ich den Stand verlassen hatte, wurden Flo und Maria durchs Stollenfenster von mit Stirnlapmen equippten Bergsteiger überrascht ...mit „Tsssschaaauuu –ital. = Hallo. Wenn sie nicht fixiert gewesen wären, wären sie sicher vor Schreck die Wand runtergepurzelt. |
| Fazit: |
Nach einem eher regnerischen Juli und Anfang August war sich selbst Innsbruck unsicher, wie es weiter geht. Kurz vor Abfahrt ziehen wir einen Tag die Abreise vor, denn das Wochenende soll sehr sonnig werden. Dass sonnig auch mal ungut bedeuten kann, konnte ich mir noch nicht erträumen – die Tage sollten sehr sehr heiss werden – zu heiss. 35°C, windstill in der Wand, dafür kommt nachmittags Schatten rein (also besser nach 14 Uhr einsteigen, falls keine Gewitter zu erwarten sind). Für Flo & Maria war die Ultima, die ich schon mit Fred kannte, eine optimale Einstimmung auf die Dolos. Perfekter Fels, unten luftig, danach nicht mehr so ausgesetzt, da man oft am Stand auf Bändern parkt. Eine tolle Seillänge jagd die andere und der Abstieg ist leicht, das ernste Dolomiten Ambiente fehlt, dafür gesellt man sich beim Abstieg unter jede Menge kreischender Italos, die in Richtung Tal stolpern. Gipfelkreuz ist Pflicht, also den Umweg in Kauf nehmen. |