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palatinum im Filmfestivalprogram

Mit palatinum - der film läuft zum ersten Mal ein Sportvideo auf den Independent Days, dem großen Karlsruher Filmfestival für Low- und No Budget Filme.

Kai Richelsen im Gespräch mit Festivalleiter
"Nagi" Nagenborg

Foto: Mark Pedley

Nagi, wir freuen uns sehr, dass mit palatinum - der film das erste Sportvideo und der einzige Langfilm ins Festivalprogramm aufgenommen wurde. Die Independent Days sind ja in Filmemacherkreisen mittlerweile eine Institution. Wie kommt es, dass noch nie ein Sportfilm dabei war?
Das mußt Du die Filmemacher fragen. Wir sind ja von unserem Konzept her sehr offen und zeigen prinzipiell Filme jeden Genres, so lange sie in den Bereich Low und No Budget fallen. Tatsächlich wurden schon in den vergangenen Jahren vereinzelt Sportfilme eingereicht.
Michael "Nagi" Nagenborg
Festvalleiter
"Nagi" Nagenborg
Allerdings sieht unser Konzept auch vor, dass dem Publikum immer 90minuten-Blöcke geboten werden, die dann in sich stilistisch und/oder thematisch stimmig sind. Und da hatten diese vereinzelten Einreichungen dann Pech, weil wir eben nicht genug in der Richtung hatten. Mich freut es auf jeden Fall, dass wir mit Palatinum und D!ve zum ersten mal einen reinen Sportfilm-Block haben, weil damit ein weiterer Aspekt des Themas "Low Budget-Film" im Programm vertreten ist.
Wie viele Filme werdet ihr an den Independent Days ingesamt zeigen? Sind die Breiträge thematisch zusammengefaßt?
Wir zeigen dieses Jahr über 120 Filme aus sieben Ländern, die immer in dramaturgisch sinnvollen 90minuten Blöcke präsentiert werden. Meistens sind diese Blöcke einem bestimmten Thema gewidmet, wie z. B. "Krieg und Verbrechen" oder "Modernes Leben". Es gibt aber auch Blöcke mit Musikclips (unser "Clubblock") oder einen Block mit Stummfilmen.
Anders als in den vergangenen Jahren finden die ID diesmal nicht im Festsaal der Uni Karlsruhe, sondern im Kulturzentrum Tempel statt. Was waren die Gründe für diesen Umzug?
Zunächst einmal muß ich dazu sagen, dass die "Independent Days" wohl nie ohne die Zusammenarbeit mit verschiedenen studentischen Kulturgruppen entstanden wären. Allerdings nimmt das Publikum in Karlsruhe Veranstaltungen innerhalb der Universität meistens als "studentisch" und nicht für die Allgemeinheit bestimmt war.
Kulturzentrum Tempel
Kulturzentrum Tempel, Karlsruhe
Durch die Wahl des Tempels als Veranstaltungsort hoffen wir ein breiteres Publikum anzusprechen und die Hemm- und Wahrnehmungsschwelle "Uni" zu umgehen.
Wenn uns dies gelingt, so eröffnet dies für uns neue Perspektiven, die ich mal mit dem Stichwort "europäisches Filmfestival" anreißen möchte. Das wird aber nur funktionieren, wenn das Festival von einer breiten Öffentlichkeit wahrgenommen und letztlich auch getragen wird.
Nagi, du hast erzählt, dass die IDs von der Filmwerkstatt Karlsruhe e.V. veranstaltet werden. Wenn jemand einen Film über seinen Sport machen will, kann er dann Hilfe bei der Filmwerkstatt bekommen?
Sicher. Die Filmwerkstatt Karlsruhe versteht sich ja als eine Art "Selbsthilfegruppe für Low Budget-Filmschaffende", wobei wir uns bewußt auf kein Genre oder Format festlegen. Sicherlich kommen in unseren eigenen Produktionen gewisse Vorlieben zum Ausdruck - aber wir sind prinzipiell sehr offen und helfen gerne auch bei Filmen mit, die wir vielleicht selber nicht drehen würden. Wichtig ist nur das Prinzip der "Hilfe zur Selbsthilfe" im Auge zu haben. Wir unterstützen also Filme nicht finanziell. Wir verfügen auch nicht über Tonnen an Equipment - aber wir wissen, wo man es kostengünstig leihen kann. Kurzum: Wer in Karlsruhe und Umgebung einen Film trotz geringer Mittel drehen und das Rad nicht neu erfinden will, der sollte sich an die Filmwerkstatt wenden.  
Vielen Dank für diesen Interessanten Einblick in diese ganz andere Facette des Karlsruher Lebens. Wir wünschen der Filmwerkstatt Karlsruhe e.V. und dem ID-Team ein erfolgreiches Festival.

palatinum - der film läuft am So. 28.03.2004 um 18:00
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