scubavideo - film über und unter wasser
Red Chili climbing gear
Red Chili climbing gear
[an error occurred while processing this directive]
Der Red Chili Cup
logo palatinum
last update

von Alex Wenner Visiting Cosa Nostra – Sicily – Sizilien- San Vito lo Capo - Gennaio 2011
supported by Red Chili Logo


    Nach dem weihnachtlichen Abstecher ins Zillertal mit viel Ski, Schnee, Abflügen, Gourmet und Wellness, war nach einer komatös abgefahrenen und sehr lässigen Sylvesterparty im Rock in KA, war erneut Abflug angesagt Richtung Süditalien.

    Entgegen aller Expertenprognosen, Sicily wäre im Hochwinter untauglich für einen seriösen Angriff, korrigieren wir und sagen: „Um richtig hart zu pullen, war es fast zu heiss an manchen Tagen (>20°C) und eignet sich daher, so wie laut Topo und aktuellem Routenangebot angedacht, hervorragend zum Apres-Genuss-und-softem Hardcore-Climben (max. 8b) im Dezember und Januar“.
    Fairerweise muss man allerdings erwähnen, dass, wenn die Sonne oberhalb der Wolken oder hinterm Berg verborgen bleibt wie im Winter üblich, eine Dauenjacke zum Pflichtequipment gehört.

    Südlich von Palermo am Cap von San Vito gibt's seit einigen Jahren feinsten von einem Maschinbauingeneur Titt und anderen erschlossenen Kalk, haben wir uns sagen lassen. Kurze Sportkletter- und Mehrseillängenrouten überm Meer, Fotos aus den Magazinen und aus dem relativ neuen Sizilien-Führer
    (neue deutsche 2. Auflage 2009) haben unsere Finger und wegen Magnesiummangel zuckenden Unterarme etwas erwärmen lassen.
    Wie hat mir ein italienischer Freund von Andrea Gallo kürzlich gesagt: „Sicily is the little Kalymnos“. Soso, ich meine Sicily und im speziellen San Vito muss man mit nix auf diesem Planeten ge-dumped vergleichen, denn Sicily ist Sicily und Kalymnos bleibt Kalymnos, wobei es in Sicily in der Tat nicht schlechter sein dürfte vom Flair, ausser, dass die 8cs und up zur Zeit noch fehlen. Im Grunde hatten wir aber nach dem genialen und frischen Weihnachtspowder, der sich als Unterlage wie Zuckerwatte cruisen lies, keinen Bock auf grauen Rock. Der kam aber, nachdem wir von Palermo nach San Vito fuhren ganz schnell. Mein Gott, hat's da Mauerwerke, schon rund um Palermo ist's gewaltig. Grau, Rot, Schwarz, hoch eingebettet in einer für uns genialen, aber zeitweise recht kargen Landschaft.

    Leider ging's nachmittags am ersten Tag von fünf Klettertagen, einem Ruhetag und zwei Reisetagen recht trüb zur Sache, aber schon die folgenden Tage waren gesegnet mit Hochdruck, Sonne und, zur Entspannung der Sinne, einem angenehm leisen Meeresrauschen.

Allgemeine Infos

    In ganz Sizilien wird geklettert. Schon klassisch dürften die Gebiete um Palermo mittlerweile sein, vom Norden ganz zu schweigen. Relativ neu dagegen sind die Felsen um San Vito lo Capo, obwohl da Pioniere des Kratzens schon vor 20 Jahren abrockten wie T.Fickert et al und Co KG am Mt. Monaco in dem Einseillängen-Sektor. Im Jahr 2008 und 2009 wurden jedenfalls die meisten der heute bedeutenden Climbs gebohrt und daher kann San Vito als durchaus brandneues Kleinod verkauft, vermarktet und genossen werden.

    Zwei International Climbing Festivals unter Anwesenheit vieler Sponsoren und Funktionäre gab es jedenfalls auch schon und die Protagonisten und Optimisten orakeln heute prophylaktisch schon mal von San Vito als einer der bedeutensten Zukunftsquacken-Arenen des Klettersports in Europa.
    Pflichtprogramm abseits des Kletterns ist die sizilianische Küche und natürlich die Cafes mit the best Capuccinos und Espressos auf dieser Welt zu sagenhaften Niedrigpreisen. Eine Besonderheit dabei ist, dass den Preis eines Espressos die Kommune festlegt. Dieser beträgt in ganz Italien übrigens maximal 1 Euro! (laut Maria).

Anreise

    Am besten per Flug nach Palermo (2 Stunden Flugzeit von Stuttgart). Von dort mit dem Mietauto auf der A29 Richtung Trapani, nach etwa 30km Ausfahrt Castellammare del Golfo und auf der SS187 nach Custonaci. Weiter ausgeschildert nach San Vito lo Capo. (1 Stunde Fahrtzeit ab Flughafen).

Übernachtung

    Camping El Bahira direkt unter dem Felsriegel „Salinella“ oder La Pineta unter dem „Monte Monaco“. Dazu - und komfortabler - viele B&Bs, Appartments, Hotels in San Vito und luxuriöser ausserhalb in Top Secret VIP Gegenden, die ich hier jetzt nicht verraten kann. Auch von den Top Secret Anlagen sind's maximal 15 Minuten zum Rock und es gibt dort zudem Sauna und 5 Gänge Menüs zu akzeptablen Preisen.

Fotostrecke starten Fotostrecke starten Fotostrecke starten Fotostrecke starten Fotostrecke starten Fotostrecke starten Fotostrecke starten Fotostrecke starten Fotostrecke starten Fotostrecke starten Fotostrecke starten Fotostrecke starten Fotostrecke starten Fotostrecke starten Fotostrecke starten

Recommended Kletter-Gerödel im Koffer

  • 14-16 Runner für die Sportklettersektoren
    (keine Keile notwendig, extrem gut abgesichert)
  • 8-14 Runner + Satz Cams + Satz Rocks + 6 Schlingen á 60cm für die MSL
    (die MSL sind generell nicht übersichert)
  • Tape, vor allem für die MSL.

Kletterladen

    Fehlanzeige in San Vito. Wohl eher in Palermo. Daher bringt ihr am besten ausreichend Chalk und andere wichtige Dinge mit.

Einkaufen

    Supermärkte gibt's auf der Hauptstrasse in San Vito und in Custonaci. Shoppen ist irgendwie in dieser Gegend Fehlanzeige, es gibt in San Vito kleinere Läden mit Gerümpel. Wer was Gescheites will, muss wohl bis Palermo fahren, eventuell bietet Trapani noch bisschen was, ist aber so hässlich mit den vielen Plattenbauten, dass wir uns das nicht antun wollten.

Das Elend – Planung der Ruhetage

    Als Kletterer ist eins klar: was macht man in einem Kletterurlaub? Klettern natürlich. Wenn die Arme allerdings trotz 4 Sterne Sauna überbläht sind, hilft nix. Dann ist Ruhetag angesagt. Nur hat man bei unzureichender Recherche meistens keine Idee, was man an diesen sinnlosen Tagen sonst tun kann. Um San Vito liegt die Antwort allerdings schnell auf der Hand. Erice, das mittelalterliche Dorf auf einem Berg 700m über dem Meer, 15 min weg von Custonaci.

    In der Antike hieß die Stadt Eryx nach einer Gestalt der griechischen Mythologie. Dieser Eryx war ein Sohn der Liebesgöttin Aphrodite und des Argonauten Butes und herrschte im Westen Siziliens. Nach einer andere Überlieferung war er ein Sohn des Meeresgottes Poseidon. Auf dem Berg befand sich ein Heiligtum, welches zunächst der phönizischen Göttin Astarte und dann der Aphrodite bzw. Venus Erycina gewidmet war. Das Heiligtum war in der Antike berühmt für seinen Reichtum und die dort betriebene Tempelprostitution.

    Tempelprostitution klingt mystisch interessant, war aber nicht der eigentliche Grund, unseren Ruhetag in Erice zu verbringen, auch wenn der optische Rahmen dazu einladen würde. Es gibt ausser Souvenirläden unendlich viele alte Gemäuer und Kirchen, ein paar nette Cafes und Restaurants und ein schönes Ambiente, um paar Lifestyle Model Fotos von einer schönen Frau in den Kasten zu bekommen. Ungünstigerweise hatte ich nur die kleine Knipse Nikon Coolpix im Gepäck. Therefore, an alle Fotofans: Hier in unserer Gallery gib'ts Snapshots only und die Kletteraufnahmen sind mit ein paar Ausnahmen reine Arsch-Shootings! So isses halt, wenn man nur zu zweit am Berg antritt und weit und breit kein potentieller Fotograf zu verpflichten ist, der willig nebenan abseilt und mittels seriöser Spiegelreflex reinhält ins Gemäuer, so wie wir das sonst tun.

Über den Dächern von Erice AlexW ist konsterniert wegen der Tempelprostitution in Erice Streets of Erice uno Streets of Erice due Streets of Erice tre Maria vorm Pizzaladen Chiesa Madre - Der Dom aus dem Jahre 1314 Edelweiss gibts nicht nur in den Alps Streets of Erice quattro No Comment Spacy Café Anno Domini Nostri lesu Christi Maria sonnt sich AlexW - der alte Stalker - knipst die Oma beim Wäsche hängen Model Maria I Die Wäsche hing die Oma vorher auf Model Maria II Blick in die Bucht von Custonaci Model Maria III Burgteil des Kastells Model Maria IV Kastell Turm Model Marie V Streets of Erice cinque Model Maria VI Model Marie VII Streets of Erice seis AlexW - Bar AlexW - Bar Streets of Erice sette Schild Streets of Erice otte Model Maria VIII

Baden & Tauchen

    Kommt im Winter überhaupt nur für die Hardcore-Fraktion in Frage, also für die, die noch nie im Mittelmeer baden waren. Alle anderen warten auf bessere Wassertemperaturen. Wenn es die mal hat, bietet sich der einzige Sandstrand in San Vito in Hafennähe an. Maria sagt: „Das ist eine Traumbucht unterhalb des Monte Monaco“.
    Tauchen geht mit Neopren auch in den Wintermonaten. Etliche Tauchbasen gibt's in San Vito, auch in Hafennähe und im Ort.

Die Kletter-Arenen

  1. Salinella
    Auf 4 km Breite wohl das größte Gebiet mit einer riesigen Anzahl an Genusstouren, gespickt mit ein paar extremeren Touren im Sektor “Grotte”. Kurzer Zustieg, Sonne und Schatten und sehr gute Felsqualität.
  2. Monte Monaco
    Die Mauer am Meer mit den Mehrseillängen-Touren bis 450 m Länge in der Ostwand, 200 m in der Nordwand und 260 m in der Westwand. Saurauhe fakirähnliche Kletterei an völlig unverbrauchtem grauen und bräunlichem Kalk.
  3. Crown of Aragon – Cinema Paradiso – Lost World
    Crown gilt als das klettertechnische Highlight um San Vito. Landschaftlich würde ich dem zustimmen, die Touren sind zudem sehr gut – aber ob´s der beste aller Quacken ist?
    Lost World befindet sich zur Zeit in der Erschliessungsphase. Wieviele Touren es da zur Zeit gibt wissen wir nicht, denn dazu muss man erstmal in den Sektor von oben kommend abseilen. 2009 gab es nur eine 7a.
    Wenn man am Crown of Aragon weiterläuft, hat letztes Jahr die Truppe um Jörg Zeidelhack weitere Touren an einem neuen Sektor – „Cinema Paradiso“ erschlossen.
  4. Neversleeping Wall
    Soll mit „Tears of freedom“ die beste Tour unseres Planeten bereithalten. Wow, aber wie hat Kollege V. Roth so schön gesagt: „Wer das als beste Tour bezeichnet, hat noch nicht viel gesehen.“ Dem stimmen wir zu, obwohl es wirklich geniale Touren an dieser Mauer hat. Im aktuellen Kletterführer von 2009 sind nur 3 Touren drin, obwohl es mittlerweile 15 Touren gibt, die meisten im mittleren Schwierigeitsgrad. Ungünstigerweise pumpen da schon die 7er im linken Sektor dermassen, dass sich auch ein 10er-Kletterer im 7er Gelände aufblähen kann.

Das Climben – Part I – Parete Salinella

    Coming soon on palatinum.info

Das Climben – Part II – Parete Monte Monaco

    Coming soon on palatinum.info

Das Climben – Part III – Parete Crown of Aragon

    Coming soon on palatinum.info

Das Climben – Part IV – Parete Neversleeping Wall - Custonaci

    Coming soon on palatinum.info

Gesamtfazit - Arrampicare in Sicily Januar 2011

    Coming soon on palatinum.info