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Bundesweiter Boulder-Appell verabschiedet
Appell zum naturverträglichen Bouldern (Boulderappell) der Bergsport- und Kletterverbände in Deutschland



  1. Lokale Regelungen und gesetzliche Vorgaben beachten.
  2. Magnesia sparsam einsetzen, Tick-Marks und Chalkspuren wieder entfernen. Magnesiaverbote in Bouldergebieten einhalten.
      Anpassung Pfalz:
  3. Absoutes Chalkverbot im Bouldergebiet Heidenfels (Bad Dürkheim)
  4. Zum Schutz der Wildtiere die Bouldergebiete vor Einbruch der Dunkelheit verlassen. Kein „Nachtbouldern“ mit Lampen oder Scheinwerfern.
  5. Keine gesperrten Wege mit PKW befahren, rücksichtsvoll parken. Wenn möglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen oder Fahrgemeinschaften bilden.
  6. Rücksichtsvoll mit der Natur und der Umgebung umgehen, Lebensräume von Pflanzen und Tieren bewahren. Kein Feuer schüren, keinen Müll zurücklassen und Lärm vermeiden. Ausrüstung nicht vor Ort lagern.
  7. Neue Bouldergebiete mit den Naturschutzbehörden, den Eigentümern und ggf. sonstigen Interessengruppen (z.B. Forst, Jagd) abklären.
  8. Stark bewachsene Felsen nicht erschließen, geschützte Felsvegetation erhalten. Kein flächiges Entfernen von Bewuchs. Gehölz nicht ohne Einwilligung des Eigentümers entfernen.
  9. Boulder nicht mit Namen beschriften. Einzelne Markierungen müssen dezent angebracht werden und mit den regionalen Absprachen übereinstimmen.
    Anpassung Pfalz:
    • In der Pfalz erfolgt keine Markierung der Boulder.
  10. Keine Griffe oder Tritte manipulieren oder hinzufügen.
  11. Regionale Absprachen zu Veröffentlichungen beachten.

Erarbeitet von der Kommission Klettern und Naturschutz des DAV und den Kletter- und Bergsportverbänden,
verabschiedet durch das DAV-Präsidium im Mai 2011

 

Richtlinien für sanftes Kletten im Naturpark Pfälzerwald

    Mit zunehmender Beliebtheit des Klettersports und dem damit verbundenen immer größer werdenden Andrang an den Felsen ist es nötig, bestimmte Verhaltensregeln abzustimmen. Denn die Freiheit und Kreativität des Kletterns sollen unter Schonung der Natur weitgehend erhalten bleiben.

  1. Verhalten am Fels
    Die Felsen der Südpfalz sind Lebensraum für seltene Pflanzen, die nicht beschädigt oder entfernt werden dürfen. Bei Sperrungen aus Gründen des Artenschutzes sind die Sperrschilder des Arbeitskreises Klettern und Naturschutz Pfalz (AK+N) verbindlich. Darüber hinaus werden die Sperrinfos in den Schaukästen der PK und unter www.pfaelzer-kletterer.de veröffentlicht.
    Jeder Kletterer sollte sich so verhalten, dass am Fels so wenig Spuren als möglich zurückbleiben. Auf den Gebrauch von Magnesia soll verzichtet werden. Routenblockaden durch endloses Topropen sind zu vermeiden. Um Fels- und Baumschäden zu minimieren, bitte immer lange Schlingen zur Umlenkung benutzen. Die von der Vereinigung der Pfälzer Kletterer angelegten Gipfelbücher sind langjähriger, wesentlicher Teil der südpfälzischen Kletterkultur. Für Schmierereien und sonstigen Missbrauch sind sie zu schade!
  2. Verhalten im Umfeld der Felsen
    Das Befahren von Forst- und Waldwegen mit Kraftfahrzeugen ist gesetzlich verboten und hat erhebliche Geldbußen zur Folge. Bitte deshalb nur auf den ausgewiesenen Parkplätzen parken. Zu den Felsen sind nur die üblichen Zu- und Abstiege zu benutzen. Übermäßiger Lärm sollte vermieden werden. Felssperrzeiten sind unbedingt zu akzeptieren. Abfälle haben selbstverständlich in der Natur nichts zu suchen.
  3. Verändern von bestehenden Routen
    Der ursprüngliche Charakter der anspruchsvollen Kletterei in der Südpfalz soll in jedem Fall erhalten bleiben. Für klassische Wege und für Wege, bei denen die Erstbegeher nicht mehr erreichbar sind, übernimmt die Fachgruppe Sanierung und Sicherheit (SANSI) die Koordinierung nachträglicher Sicherungsmöglichkeiten. Zusätzliche Ringe (nH = nachträglich geschlagener Haken oder Ring) dürfen daher nur nach Absprache mit dieser Fachgruppe bzw. dem Erstbegeher gesetzt werden.
  4. Neuerschließung/Erstbegehungen
    Die Anzahl der Kletterwege hat einen Stand erreicht, bei dem natürlich kletterbare Linien als Routenvorgabe nur noch in begrenzter Anzahl zu finden sind. Auch um Konflikten mit den Naturschutzverbänden und Behörden vorzubeugen, sollten Erstbegehungen mit größtmöglichster Rücksicht auf die Natur erfolgen.
    1. Die vorhandene Vegetation ist zu belassen. Dies bezieht sich sowohl auf den Routenverlauf als auch auf den Felsfuß.
    2. Der Erschließung von unten, die einen hohen Aufwand an Kreativität und Moral abfordert, ist gegenüber der Erschließung von oben der Vorzug zu geben. Nach Möglichkeit sind mobile Sicherungsmittel (Keile, Friends usw.) einem betonierten Ring vorzuziehen.
    3. Der Erstbegeher / Erschließer entscheidet unter Beachtung der Richtlinien
      in eigener Verantwortung über die Ausstattung der von ihm eröffneten Route mit Sicherungsringen.
    4. Es werden nur noch die offiziellen Ringe der Fachgruppe Sanierung und Sicherheit akzeptiert.
    5. Zu geringe Ringabstände werden nicht toleriert. Eine zunehmende Routendichte darf nicht dazu führen, dass neu gesetzte Ringe von einer bestehenden Route aus greifbar sind. Ein Mindestabstand muss immer gewahrt bleiben.
    6. Eine Erstbegehung ist abzuschließen, ehe ein neues Projekt begonnen wird. Als Zeichen für eine projektierte Route gilt eine Schlinge im ersten Ring.
  5. Manipulierte Routen
    Die künstliche Schaffung und Erhaltung von Griffen und Tritten wird grundsätzlich abgelehnt, da die Natursportart Klettern ausschließlich von natürlich vorgegebenen Felsstrukturen lebt. Dies gilt auch für das übermäßige "Abräumen" von brüchigem Gestein sowie das Verändern von Felspartien. Solche massiven Eingriffe an den als Naturdenkmäler ausgewiesenen Felsen sind aufgrund der bestehenden Rechtsverordnung verboten.

    Sollte trotzdem bei Neutouren gegen diese Richtlinien verstoßen werden, wird diese Tour von der Fachgruppe SANSI abgebaut! Diese Entscheidung wird von allen im Arbeitskreis K+N vertretenen Verbänden und von den Landespflegebehörden mitgetragen!

    Nur durch Rücksichtnahme und Verantwortungsbewusstsein sowohl untereinander als auch gegenüber der Natur ist es möglich, dass das einvernehmliche Nebeneinander von Klettern und Naturschutz im Naturpark Pfälzerwald auch für die Zukunft bewahrt bleibt. Jeder Kletterer kann durch vorbildliches Handeln seinen positiven Beitrag leisten.

Vereinigung der Pfälzer Kletterer (PK), Fachgruppe Sanierung und Sicherheit (SANSI) im Arbeitskreis Klettern und Naturschutz Pfalz (AK+N), die Unteren Landespflegebehörden Landkreis Südliche Weinstraße und Südwestpfalz, Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. des Deutschen Alpenvereins (DAV), Wasgau- Klettergilde (WKG)

Juni 2005


Wie immer und überall gilt auch bei uns:

Wer einen Fels erst mal gefunden und seinen Spass gehabt hat, der nimmt seinen Müll wieder mit. Die nachfolgend zusammengefassten Verhaltensweisen sollten selbstverständlich sein:

  1. Parken nur auf ausgewiesenen Parkplätzen
  2. Nur gekennzeichnete Wege und Zustiege benutzen, keine Abkürzer
  3. Die geltenden Felssperrungen beachten (Schautafel z.B.am Bärenbrunnerhof)
  4. Magnesia und Pof nur in Maßen (nicht in Massen) benutzen und nur bei den wirklich harten Problemen
  5. Pflanzen und sonstiges Gestrüpp dort lassen, wo es sich wohlfühlt
  6. Alle Abfälle wieder mitnehmen, auch Kippenreste
  7. Kein offenes Feuer
  8. Unnötigen Lärm vermeiden

Weitere wichtige Infos zum Klettern im Einklang mit der Natur findet ihr auf der Website der Pfälzer Kletterer e.V.

Aktuelle Felssperrliste Südpfalz, Stand Juli 2013


    Aus Naturschutzgründen werden Kletterer und Wanderer aufgefordert, die folgenden Einschränkungen zu berücksichtigen. Ergänzend zu dieser Liste erfolgt bei den zeitlich befristeten Sperrungen eine Beschilderung vor Ort. Bei Unstimmigkeiten zwischen Liste und Schildern sind die Schilder maßgebend!

Vollsperrungen

  • Zur Zeit gibt es keine Vollsperrungen

Teilsperrung

  • Zur Zeit gibt es keine Teilsperrungen

Sonstiges
Unabhängig von den zeitlichen Einschränkungen besteht für die folgenden Felsen eine sonstige Einschränkung

  • Bänderfels (gesperrt ist der Kaiserweg)
  • Heufelsen Hauptgipfel (gesperrt sind alle Touren incl. ihrer Varianten von der "grünen Wand" bis zur "Direttissima")
  • Schafsfelsen Schandarie - Holderturm (gesperrt ist der Gipfel der Schandarie)

Info: PK

 

Aktuelle Felssperrliste Battert, Stand März 2012


  • Brutzeitbedingte Felssperrungen:
    Der linke (westliche) Teil der Badener Wand ist gesperrt. Nicht zugänglich sind die Routen ab der Poppkante (Alpines Band) bis zum Kanzelweg. Die Routen ab dem Eckanstieg sind frei.
    Zugang zu den Einstiegen nur vom Turm des Übermuts oder dem Durlacher Wandl aus.
    Die Sperrung wird aufgehoben, sobald keine Notwendigkeit mehr dazu besteht.
  • Ganzjährige Felssperrung:
    Das Geröllfeld unterhalb der Badener Wand ist ganzjährig gesperrt. Der Zustieg zu den Kletterrouten erfolgt über die Felsenbrücke mit anschließendem Abseilen oder von der Durlacher Wand, dieser Weg ist mit "Steinmännern" markiert.

 

Info: Arbeitskreis Battert

Sperrungen in den Nordvogesen, Stand April 2012


  • Windstein ist wieder offen

Folgende Felsen sind gesperrt:

  • Hohenfels
  • Krappenfels Haberacker: 1.2. bis 1.7.
  • Rappenfels: 1.2. bis 1.7.
  • Holwalsch: 1.2. bis 1.7.
  • Krappenfels de Lutzelbourg: 1.2. bis 1.7 Teilsperrung. Hinweise vor Ort beachten
  • Rocher du Canal: 1.2. bis 1.7. Teilsperrung. Hinweise vor Ort beachten
  • Falkenfels: 1.2 bis 1.7. Teilsperrung. Hinweise vor Ort beachten

Info: Pierre Wetta - esclade alsace - PK

 

Kletterregelung im Boulergebiet "Lorenzoboulderfels" bei Saverne / Elsass

  • Das Bouldern ist 1. Mai bis 30. September nur von 9 :00 bis 16:00 erlaubt.
    Jagdbetrieb ausserhalb der Boulderzeiten!
  • Ein neuer Vertrag wurde geschlossen für den Lorenzoboulderfels (Jagdgebiet). Das Übereinkommen legt fest, dass nur zu bestimmten Zeiten gebouldert werden darf und das auch strikt befolgt werden muss, ansonsten droht eins Schliessung des Gebietes und eine Strafe für den Boulderer.
    1. Alle Abfälle wieder mitnehmen
    2. Keine Feuer
    3. Nicht Zelten oder biwakieren
    4. Den Fels nicht beschädigen

    Bitte diese Regelungen respektieren, das Gebiet ist super und die Arbeit von Lorenzo, dem Erschliesser des Gebiets, darf nicht umsonst gewesen sein.

Info: Yann Corby