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Für euch ausgechecked...

CU Sicherungsbrille
Die stylishe Hightec-Brille CUBild vergrößern
Text: Alex Wenner, Bilder: Albi Schneider Atlas drückt auf Axis , von C3 bis C7 siehts nicht viel besser aus, also kurz vorm Scheibenvorfall und die physiologisch bevorzugte Lordose  wird immer mehr zur Kyphose.
    „Das versteht doch keine Sau“, schallt's aus der von Ziggi-Rauch vernebelten Ecke unserer Klettererkneipe. Wer so lange klettert wie ich, hat 30 Jahre lang, sehr oft mehrmals pro Woche seinen Blick stundenlang gen Himmel gerichtet, um genau sehen zu können, was der Kletterkumpel da oben treibt, ob er fightet, ob er gleich aus der Wand segelt, oder einfach nur, um ihm beim Zelebrieren der fantastischen Bewegungen zu folgen. Azusi (Arsch zum Sichern) sein ist anstrengend und zollt oft seinen Tribut.
    Verspannte Schultermuskulatur, Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule, quantitativ hochgradige Vigilanzstörung, oder Stechen im Okzipitalbereich. Was auch immer das ist, es ist nicht gut für uns Kletterer.
    „Wir können alles ausser Hochdeutsch“ schallts derweil aus Schwaben und so wie man in deutschen Landen weiss, dass heraussragende Ingenieurstechnik auch aus Schwaben kommt, kann einmal mehr Hurra brüllen – Die CU Sicherungsbrille, der Ferrari unter den Vigilanzoktizipalscheibenpräventions-Erfindungen für den Kletterer, kam schon vor einiger Zeit auf den Markt. Es dauerte nur ein wenig, bis sich die Anzahl an Prismabrillenträgern in den Kletterhallen, aber auch am Fels vermehrten. Mittlerweile sieht man sie immer öfters, auch wenn manch einer den Prismabrillenträger immer noch etwas abfällig betrachtet, so ungewöhnlich kommt sie daher.

    Prinzip: Ist einfach, man schaut nicht mehr mit nach oben gestrecktem Hals dem Kletterer hinterher sondern einfach geradeaus, das Prisma lenkt den Blick nach oben, also ähnlich einem Periskop beim U-Boot. Die Brille wird in einer robusten Plastikbox, gefüllt mit Schaumstoff geliefert – das schützt die Brille, auch im Chalk- und Dreckversifften Kletterer-Rucksack. Ein Brillenband kommt mit, somit kann man sich die Brille in den Pausen leicht an den Hals hängen.

Kletterin mit CU Sicherungsbrille
Die CU Sicherungsbrille im EinsatzBild vergrößern
Tipps aus der Praxis:
Eine Climberin sichert ihren Partner mit Hilfer der CU Sicherungsbrille
Nie mehr Genickstarre mit der CU SicherungsbrilleBild vergrößern
  • Wenn ein Kletterer startet braucht es beim Blick nach vorne je nach Abstand zur Wand 3-4m Kletterstrecke, bis der Kletterer ins Bild kommt. Für die ersten Meter, als auch beim Ablassen meines Partners später knapp überm Boden, schau ich daher am Prisma unten oder oben vorbei.
  • Bei steil ausladenen Überhängen kommt ein Punkt beim Sichern, bei der man trotz Prismabrille des Hals nach oben strecken müsste wegen dem Winkel. Ich drehe mich da einfach um 180° mit Blick von der Wand weg (Rücken zur Wand), dann gehts weiter mit dem Geradeaus-Blick.
  • Einziges Manko trotz Schaumstoffüllung ist, dass die Brille zwar gut verpackt ist und geschützt, man sie aber an den Bügeln zurechtdrücken muss, bis sie in der Box verstaut ist. Das führt letztlich dazu, dass die Brille nach ein paar Aktionen nicht mehr 100% gerade auf der Nase sitzt und sie seitlich etwas abkippt (bisschen verzogen).
    Abhilfe: in die Richtung in der sie etwas hängt, den Bügel runterdrücken, solange richten bis sie wieder 100% gerade auf der Nase sitzt. Laut Hersteller Albi, sind die Bügel sehr robust und halten das auch locker aus. Nur nicht versuchen den Rahmen mittig zu justieren !
  • Je nachdem wie nah man die Brille zu den Augen auf der Nase aufsetzt, verändert sich die Bildgrösse und demnach auch die „Ruhe“ im Bild. Je weiter weg die Nasenbügel sitzen, umso unruhiger und zittriger wird das Bild, wenn man zusätzlich noch etwas unruhig den Kopf hält.
    Das hat bei mir durchaus Schwindel verursacht. Ich setze die Brille daher maximal nah zu den Augen, was mit der CU Rev 2 auch leichter machbar ist. Das schafft das ruhigste Bild, ohne zu zittern.

Fazit:

    Wer also in 30 Jahren ohne Halswirbelsäulenschaden immer noch kraftvoll zublicken will, für den ist die CU Sicherungsbrille die Creme beim Sichern, abseits der diversen Sicherungsgeräte wie dem Halbautomaten, der schon einiges erleichtert.
    Von uns daher 5 Sterne von 5 und absolute Kaufempfehlung, nicht nur für die AH Kollegen beim Klettersport.

    Preis:

    104,20 Euro inkl. versichertem Versand

    Bezugquelle: www.powernplay.de